Abblendender Innenspiegel

Die blendenden Scheinwerfer des Hintermannes im Rückspiegel kennt jeder Autofahrer nur zu gut. Bei Dunkelheit wird dies richtig unangenehm, da das Auge zwischen der Dunkelheit vorne und dem Licht hinten nur schlecht und langsam umschalten kann.

Mittlerweile gibt es jedoch auch schon Kleinwagen, die mit abblendenden Spiegeln ausgestattt sind. Oft kostet diese angenehme Sicherheitseinrichtung in der Kleinwagen-Klasse jedoch noch 150 bis 600 Euro. Zur Serienausstattung gehören diese abblendenden Spiegel häufig erst ab den Ausstattungspaketen der Mittelklasse-Fahrzeuge.

Stellt sich die Frage: Wie funktioniert ein abblendender Spiegel?

Im Spiegelgehäuse sind zwei kontinuierlich die Helligkeit messende Fotozellen untergebracht, die eine “blickt” nach vorne und die andere nach hinten. Kommt nun von hinten mehr Helligkeit als von vorne muss Nacht oder zumindest ein Tunnel vorhanden sein. Dann muss abgeblendet werden. Dafür wird eine stromführende Gelschicht unter Spannung gesetzt, die sich hinter dem Glas befindet. Die Spannung verändert die Farbe der Gelschicht und führt damit zu einer Tönung des Spiegels, der nun mehr Licht absorbiert. Dabei steigt die Spannung an der Gelschicht mit der Helligkeit an.

Die Autohersteller gehen bei neuen Fahrzeugen auch schon dazu über, diese Technik auch in den Aussenspiegeln anzubieten, sodass das blenden der Lichter in den Rückspiegeln bald der Vergangenheit angehören dürfte.