Senioren Handys
Große Knöpfe, deutliches Display, Notfalltaste – so langsam wird das Telefon auch für ältere Menschen zum Freund
Die Klage, Hightech-Produkte seien nur für junge Leute nutzbar stimmt so nicht mehr. Wer sich einmal umschaut und z.B. im Elektonikbereich bei Amazon nach “Senioren” sucht, findet zahlreiche Handys.
Seniorenhandys sind ein schwieriges Thema, da die Designansprüche der Kunden – der Geschmack wächst im Leben ja mit. Derjenige, der versucht ein klobiges Gerät an älteren Damen oder Herren zu verkaufen sich der Empörung gewiss sein kann. Aber letztlich hilft die Empörung nicht weiter:
Die Mobiltelefone entsprechen aus zwei wesentlichen Gründen den Anforderungen des Marktes: Die Wahrnehmungsfähigkeit der Sinnesorgane der Menschen ändert sich mit zunehmendem Alter und der Bedarf an speziellen Funktionen, die ein Handy zur Verfügung stellen sollte, ist bei älteren Menschen eine anderer als bei jüngeren – muss man wirklich mit dem Handy fotografieren?
Eine “Senior Research Group” der TH Berlin befragte mit 60 bis 90jährigen die Zielgruppe: Ein großes Handydisplay stand auf der Wunschliste an erster Stelle. Auf Position zwei fanden sich große Tasten und an der dritten Stelle eine individuelle programmierbare Notruftaste und eine leicht verständliche Benutzerführung im Menü.
Einige Spezialtelefone wie das “Easy5″ von ITT, das “Vitaphone 1100″ sind inzwischen auf dem Markt. Aber auch seniorentaugliche Handys aus dem normalen Programm lassen sich nutzen. Die beiden Candybar Modelle “Motofone” von Motorola und das “Nokia 1100″ fallen in diese Sparte. Das Motofone wartet mit einem monochromen 2-Zeilen Display auf und verfügt über eine große Uhr im Standby.
Das Nokia 1100 mit seinen großen Tasten mit deutlichem Druckpunkt hat zwar den Charme eines “Baustellentelefons” erweist sich aber als robust und lässt sich mit umfangreichem Handy Zubehör aufrüsten.